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heute Nacht muß Alles abgemacht ſeyn. Ehe Andere auf den König einen Einfluß ausüben, müſſen wir raſch in unſerem Sinn die Ernennung von Sandovals Nachfolger durchſetzen.“
„Das Gerücht ſagt, der Kardinal⸗Herzog, Euer Vater, wünſche für ſich ſelbſt den erledigten Präſiden⸗ tenſtuhl bei der Inquiſition.“
„Mein armer Vater! er iſt alt— ſeine Sonne iſt hinunter. Nein, Aliaga; ich habe an einen Mann ge⸗ dacht, paſſender für dieſen hohen und ernſten Poſten: mit Einem Wort, es kommt auf Euch an, ob Ihr die Stelle annehmen wollt. Ich kann Euch zum Groß⸗ Inquiſitor Spaniens machen— ich!“
„Mich!“ ſagte der Jeſuit und wandte ſein Geſicht weg.„Ihr ſcherzt mit mir, edler Sohn!“
„Ich rede im Ernſt— hört mich an. Wir ſind Feinde und Nebenbuhler geweſen— warum ſollte aber nicht unſer Weg einer und derſelbe werden können? Calderon hat Euch um Freunde gebracht, mächtiger als er. Seine Stunde iſt gekommen. Des Herzogs von Lerma Sturz iſt unvermeidlich; könnte er vermie⸗ den werden, ſo würde ich, ſein Sohn, wie Ihr Euch denken könnt, gern dazu die Hand bieten. Aber die Geſchäfte ermüden ihn— er iſt alt— die Angelegen⸗ heiten Spaniens find in einem kläglichen Zuſtand— ſie bedürfen jüngerer und kräftigerer Hände. Mein Vater wird ſich nicht grämen über eine Zurückgezogen⸗ heit, welche ſeinen Jahren gemäß iſt, und welche ehren⸗ voll ſeyn wird für ſeine grauen Haare. Aber irgend


