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ein Opfer muß die Wuth des Volkes ſättigen; dieß Opfer muß der Emporkömmling Calderon ſeyn, und das Mittel ſeiner Strafe— die Inquiſition. Jetzt ver⸗ ſteht Ihr mich. Unter Einer Bedingung ſollt Ihr San⸗ dovals Nachfolger werden. Wißt, daß ich nichts ver⸗ ſpreche, was ich nicht Macht habe zu erfüllen. Im Augenblick, wo ich ſichere Kunde von des verſtorbenen Kardinals Tod erhielt, eilte ich zu dem König. Ich habe das Verſprechen der Ernennung; und noch dieſe Nacht ſoll Euer Name, wenn Ihr die Bedingung ein⸗ geht und nicht Calderon inzwiſchen den König ſieht und die Ernennung hintertreibt, die königliche Beſtä⸗ tigung erhalten⸗“
„Unſer trefflicher Aliaga kann ſich nicht bedenken,“ ſagte Don Gaſpar de Guzmann.„Der Orden Loyola's ruht auf Schultern, welche die Laſt wohl tragen können.“
Ehe das Kleeblatt ſchied, ward der Vertrag voll⸗ ſtändig abgeſchloſſen. Aliaga übte gegen ſeinen Freund die Lehre, die er ihm gepredigt hatte: daß der Zweck jedes Mittel heiligt. Kaum war Aliaga weg, als Juan
de la Nuza eintrat; denn Uzeda, welcher die Inquiſi⸗
tion zum Hauptwerkzeug ſeiner Macht zu machen ſuchte, bewarb ſich um die Freundſchaft aller dabei Angeſtell⸗ ten. Er verſprach gerne, die Freilaſſung Fonſeca's zu bewirken; und wirklich war kaum Mitternacht vorüber, als im Gefängniß ein Befehl zur Freigebung Don Martin Fonſeca's eintraf, begleitet mit einem Schrei⸗ ben des Herzogs an den Gefangenen, voll zärtlicher


