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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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ſucht Uzeda auf ſeinen Feind und Rebenbuhler. Was kann dieß zu bedeuten haben 2

Unter dieſem Selbſtgeſpräch ſetzte der Gouverneur ſchweigend ſeinen Weg fort, bis er zu einer Thüre kam, vor welcher zwei Männer mit Masken ſtanden, die ihn mit einer ſtummen Verbengung des Kopfes grüßten. Die Thüre öffnete ſich und ſchloß ſich wieder, als der Gouverneur eingetreten war.

Inzwiſchen hatte der Beichtiger den Pallaſt des Herzogs von Uzeda erreicht. Uzeda war nicht allein; es war bei ihm ein Mann, deſſen gelbe Geſichtsfarbe, unvortheilhafte Züge und einfache Kleidung einen ſelt⸗ ſamen Kontraſt bildeten zu der ſtattlichen Perſon und der koſtbaren Kleidung des Herzogs. Aber ſobald nur dieſer Mann den Mund öffnete, ſo fiel die Verglei⸗ chung nicht mehr zu ſeinem Nachtheil aus. Etwas in dem Funkeln ſeines tiefliegenden Auges in der be⸗ zaubernden Eigenthümlichkeit ſeines Lächelns und vor Allem in dem Ton ſeiner ſehr muſikaliſchen und ernſten Stimme, feſſelte ſogleich die Aufmerkſamkeit an ſeine Worte. Und was immer dieſe Worte ſeyn mochten es trug dieſer Mann und ſeine Denk⸗ und Ausdruckweiſe das Gepräge eines zugleich ſchlauen und Achtung gebietenden Geiſtes. Dieſe Perſon war Gaſpar de Guzman, damals bloßer Kammerherr des Prinzen (welchen Poſten er Calderon verdankte, für deſſen Kreatur er galt), nachmals ſo berühmt in der Ge⸗ ſchichte Philipps IV. als Graf von Olivarez und erſter Miniſter Spaniens.