Druckschrift 
Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

der oon ber h1) und ie⸗ een mir ner vas tem

ein ge⸗ den nen be⸗ chte eine ſen. ken⸗ und n! aus des am,

83

griff er haſtig nach einem in dem Brief eingeſchloſſenen

Papier, das er bisher außer Acht gelaſſen. Auch jetzt

noch war ſeine Bewegung ſo heftig, daß ſein Auge

verdunkelt und getrübt war, und es dauerte lange bis

er die ihm vor dem Auge ſchwimmenden Schriftzüge

leſen konnte, welche die Zeit beinahe verfärbt hatte. An Inez.

Ich habe nur noch wenige Stunden zu leben; laß mich ſie hinbringen mit Buße und Gebet, weniger für mich als für Dich. Du weißt nicht, wie wahn⸗ finnig ich Dich liebte, und wie Dein Haß oder Deine Gleichgültigkeit jede Leidenſchaft zur Marter ſteigerte. Laſſen wir das. Als ich Dich wieder ſah die Ab⸗ trünnige von Deinem Glauben arm, unangeſehen und zum Leben einer Bäuerin verdammt da ge⸗ ſtalteten ſich mir kühne Hoffnungen zu kecken Entwür⸗ fen. Als ich Dich unerbittlich fand, kehrte ich meine Künſte und Liſten gegen Deinen Gatten. Ich kannte ſeine Armuth unud ſeinen Ehrgeiz; wir Mauren haben die Habſucht der Chriſten hinreichend kennen zu lernen Gelegenheit gehabt! Ich trug einem Mann, dem ich vertrauen konnte, auf, ihn in Madrid aufzuſuchen. Schätze reiche Schätze Schätze die einem Spa⸗ nier alle Pforten der Macht aufſchließen konnten, wur⸗ den ihm geboten, wenn er Dir für immer entſagen wollte. Ja, um alle Liebe in ſeiner Bruſt zu erſticken, wurde ihm geſagt: ich habe das frühere Recht Du habeſt Dich meiner Bewerbung hingegeben, ehe Du

6*