Druckschrift 
Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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meiner Hoffnung auf den Himmel, ich bin unſchuldig, Rodrigo, ich bin unſchuldig! Oh! wie konnteſt Du Dich ſo täuſchen laſſen? Er verließ das Haus grollend und wüthend; wieder und wieder ſuchte er mich auf; und als ihm die Thüre verſchloſſen ward, lauerte er mir auf jedem Schritt und Tritt auf. Obgleich wir allein und wehrlos waren, Dein Weib und Dein Kind, mit nur Einer Dienerin, fürchtete ich ihn doch nicht; aber ich zitterte vor Deiner Rückkehr, denn ich wußte, daß Du ein Spanier, ein Caſtilianer ſeyeſt, und daß unter Deinem ruhigen und ſanften Aeußern Stolz, Eiferſucht und Nachgier laure. Dein Brief kam an, Dein einziger Brief ſeit Deiner Abreiſe, der letzte Brief von Dir über dem ich weinen, den ich an mein Herz legen darf. Dein Verwandter war todt und ſein Vermögen bereicherte einen nähern Erben. Du ſtandeſt im Begriff heimzukehren. Der Tag, an welchem ich Deiner Ankunft entgegenſehen durfte, näherte ſich er kam. Während der letzten acht Tage hatte ich von Ferrares nichts mehr geſehen und gehört. Ich hoffte, er werde endlich die Fruchtloſigkeit ſeiner Beſtrebungen eingeſehen haben. Ich ging in das Thal, Dein Kind auf meinem Arm, Dir entgegen; aber Du kameſt nicht. Die Sonne ging unter und das Licht Deiner Augen trat nicht an die Stelle des verſinkenden Tages. Ich kehrte nach Haus zurück und blieb die ganze Nacht, Deiner harrend, wach; aber umſonſt. Am nächſten Morgen ging ich wieder in das Thal, und wieder kehrte ich mit krankem Herzen in meine öde Behauſung