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dieſe Prophezeiung von ſelbſt zur Erfüllung reifen würde. Du verließeſt mich, um in Madrid Deinen Verwandten aufzuſuchen, der ſich zur Gunſt eines Miniſters aufgeſchwungen hatte, und von deſſen Liebe Du Dir die Eröffnung einer Laufbahn für Dich ver⸗ ſprachſt. Erinnerſt Du Dich noch wie wir ſchieden, wie Du meine Thränen wegküßteſt, und wie ſie von neuem hervorbrachen— wie Du wieder und immer wieder ſagteſt: Lebewohl! und immer und immer wieder kameſt, als ob wir uns nie trennen könnten! Und ich nahm mein, erſt vor wenigen Wochen gebornes Kind, aus ſeiner Wiege, und legte es in Deine Arme und ließ Dich ſehen, wie es ſchon Dein Lächeln kenne; und waren das die Zeichen der Untreue? Oh wie ich ſchmachtete nach dem Laut Deines Schrittes, als Du weg wareſt! wie der ganze Sommer mir verſchwunden war von der Landſchaft; und wie ich, zu dem Kind zurückkehrend, Dich wieder zu ſehen glaubte! Den Tag, nachdem Du weg wareſt, pochte es an der Thüre des Landhauſes; die Wärterin öffnete, und herein trat Dein früherer Nebenbuhler, den mein Vater mir auf⸗ zudrängen geſucht hatte, der Reichſte unter den Ab⸗ kömmlingen der Mauren, Arraez Ferrares. Warum lange verweilen bei dieſem verhaßten Gegenſtand? Er hatte unſer Haus aufgeſpürt, er hatte Deine Entfer⸗ nung erfahren, er kam mich mit ſeinen Liebesverſiche⸗ rungen zu quälen und zu beſchimpfen. Bei der gebe⸗ nedeiten Mutter, welche Du mich anbeten gelehrt haſt, bei den Schreckniſſen und Qualen des Todes, bei


