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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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innerung und Gewiſſen! Seine Kniee ſchlugen anein⸗ ander, ſein Geſicht ward gelb, der kalte Schweiß ſtand ihm anf der Stirne; er murmelte unzuſammenhängende Worte und bückte ſich dann wieder und nahm das Bild auf. Es war der Kopf eines Maunes in der vollen Tracht eines Studenten von Salamanca und in der erſten Blüthe der Jugend; die edle Stirne hei⸗ ter und ruhig, mit dem Gepräge der Aufrichtigkeit und des Muths; die glatte Wange, prangend in den Farben der Geſundheit; die Lippen, zu einem Lächeln des Glücks ſich öffnend und beredt von Wonne und Hoffnung; es war das Antlitz dieſes ſchlauen, begehr⸗ lichen, ehrſüchtigen, gewiſſenloſen Mannes, als das Leben noch keine Sünden auf ihn gehäuft hatte; es war als wäre der Geiſt der Jugend zurückgekommen, um die Verbrechen des Mannes zu verklagen! Das Bild entfiel ſeiner Hand er ſtöhnte laut. Dann, die ausgeſtreckte Geſtalt der Novize anſtarrend, ſagte er:Arme Unglückſelige! kann ich glauben, daß Du wirklich von meinem Stamm und Blut biſt; oder viel⸗ mehr, täuſcht und verſpottet mich nicht die Natur, welche Deinem Antlitz dieſe Züge aufprägte? Wenn ſie, Deine Mutter, log warum dann nicht die Na⸗ tur ſelbſt auch?

Er hob die Novize in ſeinen Armen auf und be⸗ trachtete lange und mit tiefem Nachſinnen ihre lebloſen aber höchſt lieblichen Züge. Sie rührte ſich nicht ſie ſchien kaum zu athmen; aber er bildete ſich ein, er höre wieder die Stimme, die ihn: Vater! begrüßte.