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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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zweifelhaft werden, ob die Vernunft der armen Novize ganz in der Ordnung ſey?

Nach und nach wandte Beatriz ihr Auge ab und ihr Auge fiel auf einen großen Spiegel ihr gegenüber, welcher das Antlitz Calderons und das ihrige in vollem Licht zurückwarf. Jetzt wo ihre natürliche Blüthe einer Bläſſe gewichen hatte, nicht viel weniger ſtatuen⸗ artig als die, welche Calderons Antlitz ſelbſt anszeich⸗ nete, wo das holde Spiel und die Beweglichkeit der Züge einer ſtarren, marmorhaften Ruhe des Ausdrucks Platz gemacht hatte jetzt trat eine auffallende Aehn⸗ lichkeit zwiſchen dieſen beiden Perſonen ſichtbar und erſchreckend hervor. Dieſe Aehnlichkeit fiel gleicherweiſe und im ſelben Augenblick Beatriz und Calderon auf; und Beide, in den Spiegel ſchauend, ſtießen einen unwillkürlichen, plötzlichen Ausruf aus.

Mit zitternder, haſtiger Hand ſuchte die Novize in den Falten ihres Kleids und zog eine kleine lederne Taſche, mit ſilbernen Klammern geſchloſſen, hervor. Sie berührte die Feder und nahm ein Miniaturbild heraus, auf welches ſie einen raſchen, wilden Blick warf; dann, ihr Auge zu Calderon emporrichtend, rief ſie:Es muß ſo ſeyn es iſt, es iſt mein Vater! und fiel ihm bewegungslos zu Füßen.

Calderon bemerkte einige Augenblicke den Zuſtand der Novize nicht; dieß Zimmer, das beabſichtigte Opfer, die Gegenwart, das Unheil der Zukunft Alles war ihm aus der Seele gewiſcht; er war in die Zukunft zurückverſetzt von den beiden furchtbaren Geiſtern: Er⸗