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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
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ſollte er ſeinen Freund nicht davor bewahren, der Narr einer ſchlauen Intrigantin zu werden? mußte er nicht den Dank Don Martins verdienen gerade für die Verſuchung, welcher Beatriz jetzt ſollte ausgeſetzt werden? Wenn er Fonſeca von ihrer Falſchheit über⸗ zeugen konnte, ſo mußte er gerechtfertigt vor ſeinem Freund ſtehen, während er ſich die Gunſt des Prinzen rettete. Wenn aber im Gegentheil Beatriz fleckenlos die Probe beſtand; wenn der Prinz, erbittert über ihre hartnäckige Tugend, drohen ſollte, von der wer⸗ benden Huldigung zur Gewaltthat überzugehen, dann wußte Calderon wohl, daß nicht bei der erſten oder zweiten Unterredung ſchon eine wirkliche Gefahr für die Novize zu beſorgen war; und daß er Muße haben würde, ihre Entweichung durch Mittel zu begünſtigen, welche den Prinzen vollſtändig über ſeine Mithülfe zu ihrer Flucht täuſchen müßten. Dieß war das Abkom⸗ men, das Calderon zwiſchen ſeinem Gewiſſen und ſei⸗ nem Ehrgeiz getroffen. Aber während er die Novize anſtarrte, drängten, obgleich ihr Antlitz von ihm ab⸗ gewendet und halb von der Kopfbedeckung, welche ſie aufgeſetzt, verſchleiert war, ſeltſame Gefühle, beun⸗ ruhigend und Unheil weiſſagend, wie jene Erinnerun⸗ gen an die Vergangenheit, welche zuweilen in der Ge⸗ ſtalt von Prophezeiungen der Zukunft kommen, ver⸗ worren und dämmernd auf ſein Herz herein. Die un⸗ bewußte, außerordentliche Anmuth ihrer Geſtalt, ihre rührende Jugend, das über ſie ausgegoſſene Weſen der Unſchuld, ein Etwas in der Zartheit ihrer ſchönen