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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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beladen mit Weinen, Früchten und Fleiſch; und durch⸗ aus ſtand die Eleganz und der Lurus, welche dieß Gemach auszeichneten, in auffallendem und lebhaftem Kontraſt mit dem halb verfallenen Aeußern der Woh⸗ nung, dem finſtern und rohen Eingang in das Gemach, und dem gemeinen und knechtiſchen Ausſehen des Ju⸗ den, der, als wartete er auf weitere Befehle, an der Thüre ſtand oder vielmehr kauerte. Mit einem Schüt⸗ teln der Hand entließ der Unbekannte den Juden; und dann ſich Beatriz nähernd, reichte er ihr Fonſeca's Brief.

Während mit einer bezaubernden Miſchung von Sittſamkeit und Begierde ſich Beatriz, mit halb ab⸗ gewandtem Geſicht, über die wohlbekannten Züge beugte, betrachtete Calderon ſie mit forſchendem und neugierigem Blicke.

Der Höfling war in dieſem Falle nicht völlig der Schurke, wofür ihn der Leſer nach dem äußern An⸗ ſchein mag genommen haben. Sein Plan war der: er hatte beſchloſſen, ſich den Wünſchen des Prinzen zu fügen ſeine Sicherheit hing von dieſer Nachgiebig⸗ keit ab. Aber Fonſeca ſollte nicht rückfichtslos geopfert werden. Bei ſeiner tiefen Menſchenverachtung und ſeiner feſten Ueberzeugung von ihrem natürlichen Hang zu Verrath und Trug, konnte Calderon nicht glauben, daß die Schauſpielerin der Engel des Lichts und der Reinheit ſey, als der ſie dem verliebten Fonſeca er⸗ ſchien. Er hatte beſchloſſen, ſie der Probe der Bewer⸗ bung des Prinzen zu unterwerfen. Wenn ſie unterlag