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Verzug hereinzubringen, die Pferde zur raſcheſten Eile und wählte ſorgfältig die obſturſten und einſamſten Straßen. Endlich erreichte das Fuhrwerk die Vorſtädte, welche noch heutiges Tages der von Madrid nach Frank⸗ reich Reiſende auf ſeinem Wege durchſchneidet. Die Pferde hielten vor einem einzelnen Hauſe, welches ein wenig von der Straße abſeits ſtand und das, nach dem Styl ſeiner Architektur, von beträchtlichem Alter zu ſeyn ſchien. Der Unbekannte ſtieg aus und pochte zweimal an die Thüre; ſie wurde geöffnet von einem alten Mann, deſſen unmäßig ſcharfe Züge, gebückte Haltung und langer Bart ihn als einen Genoſſen des Volkes Israel bezeichneten. Nach einem kurzen, flüſternd geführten Geſpräch, kehrte der Unbekannte wieder zu Beatriz zurück, half ihr mit ernſtem Anſtand aus dem Wagen ſteigen, führte ſie über die Schwelle und eine Flucht roher Treppen, dämmernd beleuchtet, hinauf, und trat mit ihr in ein reich eingerichtetes Zimmer. Die Wände waren mit Stoffen von prächtiger Fär⸗ bung und kunſtvoller Zeichnung behangen. Fußgeſtelle vom weißeſten Marmor, in allen Ecken des Zimmers ſtehend, unterſtützten ſilberne Candelaber. Die Sopha's und Pfühle waren von der ſchweren aber koſtbaren Art, welche damals in den Palläſten Frankreichs und Spaniens Mode war, und deren urſprüngliche Erfin⸗ derin wahrſcheinlich Venedig war— das eigentliche Vorbild der barbariſchen Dekorationen, womit Louis XIV. den Geſchmack von Paris verderbte. In einem Alkove, unter einem ſeidenen Baldachin, war ein Tiſch bereitet,


