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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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Neigungen und ſterbliche Hoffnungen— ſelbſt hier konnteſt du pochen in einer ſo heftigen, glänzenden und reinen Leidenſchaft, als je eine die Bruſt ſchwellte oder in den Augen der Schönheit leuchtete in der freien Luft, welche die Guadiana kräuſelt, oder unter den in der Dämmerung aufgeführten Tänzen kaſtilia⸗ niſcher Jungfrauen!

Eine ſchlanke Figur, vom Kopf bis zum Fuß in einen Mantel gehüllt, ſchritt langſem die Kirche ent⸗ lang. Aber ſo leicht und vorſichtig der Schritt war, doch weckte er ein leiſes, hohles, ominöſes Echo, das mehr als der Schritt ſelbſt die Heiligkeit des Ortes zu ſtören ſchien. Sie blieb ſtehen gegenüber einem Beichtſtuhl, der in den ihn umgebenden Schatten nur in dämmernden Umriſſen ſichtbar war. Und dann tauchte daraus ſchüchtern eine weibliche Geſtalt hervor; und eine ſanfte Stimme flüſterte—:„biſt Du es, Fonſeca?“

„Bſcht!“ war die Antwort,„er wartet draußen. Beeilt Euch; ſprecht nicht; kommt.“

Beatriz wich in Ueberraſchung und Angſt bei der Stimme eines Unbekannten zurück; aber der Mann faßte ſie bei der Hand, zog ſie haſtig aus der Kapelle und eilte mit ihr durch den Garten, durch eine Hinter⸗ thüre, welche offen ſtand, in eine dunkle Straße, welche an die Kloſtermauern ſtieß. Hier ſtand der har⸗ rende Pförtner mit einem Bündel in der Hand, das er öffnete und einen langen Mantel herausnahm, wie ihn die Frauen mittlern Standes in Madrid zur