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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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um den Günſtling, deſſen ſtolzer Wuchs über alle Andern emporragte, ſchäarten ſich die unterthänigen Granden herum. Das hochmüthige Lächeln war nöch auf ſeiner Lippe, als die Thüre ſich öffnete und der Prinz eintrat. Die Verſammelten wichen plötzlich aus⸗ einander und ließen Calderon unmittelbar dem Infan⸗ ten gegenüber allein ſtehen; dieſer, nachdem er ihn einen Augenblick finſter betrachtet, kehrte ſich mit auf⸗ fallender Unhöflichkeit von dem ihm tiefe Ehrfurcht be⸗ zeigenden Günſtling weg und knüpfte eine leiſe, lächelnde Unterredung mit Gonſalez de Leon, einem von Calde⸗ rons offenen Feinden an.

Die Verſammelten wechſelten Blice der Ueber⸗ raſchung und Freude; und alle die Edeln, die zuvor ſo mit Höflichkeit um den Miniſter gebuhlt hatten, wichen ihm vorſichtig aus.

Seine Kränkung hatte nur erſt angefangen. Gleich darauf erſchien Uzeda, bisher faſt nie in dieſen Ge⸗ mächern ſichtbar; der Prinz eilte auf ihn zu, und in wenigen Minuten ſah man den Herzog ihm in ſein Privat⸗ gemach folgen. Die Sonne von Calderons Gunſt ſchien untergegangen. So dachten die Höflinge, aber nicht ſo der hochmüthige Günſtling. Auf ſeiner Lippe war ſogar ein Lächeln des Triumphs ſichtbar eine ſan⸗ guiniſche Röthe auf ſeiner blaſſen Wange, als er gleichgültig ſich von dem Gewühl wegwandte, in ſeinen Wagen ſtieg und ſich wieder nach Haus begab.

Kaum war er wieder in ſein Kabinet getreten,