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Komödie der treue Spiegel des ſpaniſchen Lebens, vor⸗ züglich in den Cirkeln des Hofs. Die Menſchen lebten da in einem vollſtändigen Labyrinth von Komplotten und Gegenkomplotten. Der Geiſt der Feinheit, des Manöuvre's, der Schlauheit und Doppelſinnigkeit durch⸗ drang jede Familie. Kein Haus, das nicht in ſich ſelbſt getheilt geweſen wäre!
Als Lerma ſein Auge wegwandte von dem unwill⸗ kommnen Schauſpiel einer ſo plötzlichen Vertraulichkeit zwiſchen Uzeda und dem muthmaßlichen Thronerben— eine Vertraulichkeit, welche zu hintertreiben ſein Haupt⸗ augenmerk geweſen war— fiel ſein Blick auf Calde⸗ ron. Er winkte ihm ſtillſchweigend zu, und zog ſich unbemerkt von den beiden ſich Unterredenden, durch dieſelbe Thüre wieder zurück, durch die er eingetreten war. Calderon hatte den Wink bemerkt und folgte ihm. Der Herzog trat in ein kleines Zimmer und ſchloß ſorgfältig die Thüre.
„Was iſt das, Calderon?“ fragte er, aber in ſcheuem Tone, denn der ſchwache alte Mann fürchtete ſich ſelbſt halb und halb vor ſeinem Günſtling.„Wo⸗ her dieß neue und höchſt drohende, unheilverkündende Bündniß?“
„Ich weiß nicht, Euer Eminenz; bedenkt, daß ich erſt geſtern nach Madrid zurückgekehrt bin; es ſetzt mich nicht minder als Euer Ercellenz in Erſtaunen.“
„Suche der Sache auf den Grund zu kommen, mein guter Calderon; der Prinz gab immer vor, Uzeda zu haſſen. Bringe ihn wieder auf dieſe Geſinnungen
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