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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
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was etwa verfehlt worden iſt. Du kannſt mir nicht beſſer dienen, als wenn Du ihn vor allen und jeden Freundſchaften bewahrſt, ausgenommen mit Solchen, auf deren Anhänglichkeit an mich ich bauen kann. Ich habe genug geſagt.

Das war immer mein Beſtreben. Aber ich bin nicht ſo jung mehr, wie der Prinz, und die Leute reden mir Schlimmes nach, daß ich, um ſein Vertrauen zu gewinnen, ſeine Unterhaltungen und Zerſtreuungen theile.

Es iſt gleichgültig was ſie von Dir ſagen. Treue Miniſter werden ſelten von dem Pöbel oder vom Hof gelobt. Du kennſt meine Geſinnung; ich wiederhole Dir, verſcherze die Gunſt des Prinzen nicht!

Calderon verbeugte ſich tief und ging weg. Als er die Gemächer des Palaſtes durchſchritt, kam er durch eine Gallerie, wo er den jungen Prinzen und ſeinen Erzfeind, den Herzog von Uzeda, an einem Fenſter ſtehend erblickte. Im ſelben Augenblick trat von einer entgegengeſetzten Thüre der Kardinal⸗Herzog von Lerma ein; und die nämliche unwillkommene Conjunctur feind⸗ ſeliger Planeten ſiel dem ränkevollen Miniſter widrig ins Auge. Gerade weil Uzeda des Herzogs Sohn war, war er der Mann, den der Herzog auf der ganzen Welt am meiſten fürchtete und beargwohnte.

Wer mit der ſpaniſchen Komödie einigermaßen be⸗ kannt iſt, der hat gewiß die Verſchwendung von In⸗ triken und Gegenintriken bemerkt, auf welchen das Intereſſe derſelben beruht. Hierin war die ſpaniſche