Druckschrift 
Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

üre nn,

en⸗

ſehr ieht ee

nen

ent⸗ iner

tiſch lich⸗ inen auf⸗

37

ziehen geholfen; und das iſt noch nicht Alles! Der Prinz verlangt von mir, ich ſolle ihm behülflich ſeyn zur Entführung einer Novize aus einem geheiligten Hauſe, Welche Gefahr welches Wagniß! Auf der andern Seite, wenn ich mich weigere, das Mißfallen, die Rache des Prinzen, deſſen Gunſt mich ſchon halb und halb die des Königs gekoſtet hat, und der, ſähe er mich einmal mit ungnädigen Augen an⸗ alle meine Feinde ermuthigen würde und das iſt ſo viel ge⸗ ſagt als: den ganzen Hof zu einem einmüthigen Verſuche mich zu ſtürzen.

Es iſt eine herbe Verſuchung, ſagte der Mönch ernſt,eine ſolche, die wnhl Eure Furcht rege machen kann.

Furcht, Aliaga! ha, ha! Furcht! ſagte Cal⸗ deron, verächtlich lachend.Wußte wahrer Ehrgeiz je etwas von Furcht? Haben wir nicht das alte kaſtiliſche Sprüchwort, das uns ſagt: Wer die erſte Stufe zur Macht erklommen hat, der hat die Angſt tauſend Mei⸗ len hinter ſich gelaſſen? Nein, nicht die Furcht iſt es, die mich unentſchloſſen macht: es iſt Klugheit; und ein Anflug, ein gewiſſer Reſt von Menſchlichkeit Philo⸗ ſophen würden es Tugend, Ihr Prieſter würdet es Religion nennen.

Mein Sohn, ſagte der Prieſter,als ich, als Glied des erhabenen Standes, der uns befähigt, wn⸗ ſere unbeſchuhten Füße auf den Nacken der Könige zu ſetzen, erkannte, daß ich Macht hatte Euch zu dienen und zu erheben; als ich, Philipps Beichtvater, die