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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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und daß die Königin ſie liebt. Wir Beide wurden ge⸗ rührt und erſtaunten über die Stimme einer Chorſän⸗ gerin, es war die einer Novize. Nach dem Gottes⸗ dienſt erkundigte ſich die Königin nach dieſer neuen heiligen Cecilia; und Wer meinſt Du daß es iſt? Nein, Du wirſt es nie errathen. Die früher gefeierte Sängerin die ſchöne, die unnachahmliche Beatriz Coello! Ach! wohl magſt Du erſtaunen! wenn Schau⸗ ſpielerinnen Nonnen werden, dann iſt es wohl bald für Calderon und Philipp an der Zeit, Mönche zu werden. Nun müßt Ihr wiſſen, Rodrigo, daß ich, ſo ein unwürdiger Menſch ich bin, doch die Urſache dieſer Metamorphoſe geweſen. Da iſt ein gewiſſer Martin Fonſeca, ein Verwandter von Lerma Du kennſt ihn wohl. Vor einiger Zeit erfuhr ich von dem Herzog, daß dieſer junge Orlando ganz wahnſinnig verliebt ſey in ein Mädchen von niedriger Geburt ja, daß er ſie zu heirathen begehre. Die Erzählung des Herzogs reizte meine Neugier. Ich fand, daß es die junge Beatriz Coello war, die ich ſchon auf der Bühne be⸗ wundert hatte. Ach Calderon, ſie ging glänzend auf und wieder unter während Deiner langweiligen Sen⸗ dung nach Liſſabon! Ich ſuchte eine Gelegenheit ſie zu beſuchen. Ich war erſtaunt über ihre Schönheit, die noch blendender war im Zimmer als auf der Bühne. Ich war eifrig in meiner Anbetung umſonſt. Cal⸗ deron, haſt Du das gehört? umſonſt! Warum wareſt Du nicht da? Deine Künſte und Liſten ſchlagen nie fehl, mein Freund! Sie lebte mit einer alten Ver⸗