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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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in der vollen öſtreichiſchen Lippe, in der hohen aber ſchmalen Stirne, in dem dunkeln, wollüſtigen aber ſchlauen und lauernden Auge die Züge des Abkömm⸗ lings von Carl V. gefunden. Es war der Infant von Spanien, der im Zimmer ſeines ehrſüchtigen Lieblings ſtand.

Das iſt bequem, dieſer geheime Eingang in Dein Privatheiligthum, Rodrigo. Er entzieht mich den ſpä⸗ henden Augen Uzeda's, der immer dem Vater dadurch zu ſchmeicheln ſucht, daß er den Sohn ausſpionirt. Wir wollen ihn aber dieſer Tage dafür bezahlen. Er liebt Euch weniger als ſeinen Prinzen.

Ich trage ihm darum keinen Groll nach, Ew. Hoheit. Er trachtet nach dem Lächeln der aufgehenden Sonne, und zürnt über den niedrigen Gegenſtand, der ihm, wie er meint, ihren Strahl verſperrt.

Er dürfte darüber ruhig ſeyn; ich haſſe den Mann und ſeine kalte Förmlichkeit. Er bildet ſich immer ein, wir Fürſten ſeyen ſo erpicht auf die Staatsangelegen⸗ heiten, und vergißt, daß wir ſterblich find, und daß die Jugend das Alter iſt für das Luſtzelt, nicht für den Rathsſaal. Mein koſtbarer Calderon, das Leben wäre mir ſchaal ohne Dich; wie freue ich mich über Deine Rückkehr, Du glücklicher Erfinder von Genüſſen, wel⸗ chen die Sattheit ſich nur immer wünſchen konnte! Nein, erröthe nicht! manche Leute verachten Dich we⸗ gen Deiner Talente; ich aber huldige Dir darum. Bei meines Urgroßvaters Bart, es ſoll eine luſtige Zeit