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geſchoben wurden und den allgemeinen Haß gegen ihn ſteigerten, ſchien andererſeits ſein Einfluß über den künftigen Monarchen ſeiner Autorität ein neues Feld und eine verlängerte Friſt zu verheißen, und erfüllte die Verſammlungen ſeiner Feinde mit Furcht. In der That ſchien die Macht des Emporkömmlings von Mar⸗ quis ſo feſt gewurzelt, die vor ihm liegende Laufbahn ſo glänzend, daß es ſogar nicht an Leuten fehlte, welche flüſternd dem Rodrigo Calderon noch zu ſeinen andern Verbrechen hin auch die Benützung der ſchwar⸗ zen Kunſt aufbürdeten. Aber die ſchwarze Kunſt, in welche der feine Höfling eingeweiht war, war eine ſolche, die mit der Nekromantie nichts zu ſchaffen hat. Es war die Kunſt, den höchſten Verſtand für die ſelbſt⸗ ſüchtigſten Zwecke zu verwenden— eine Kunſt, mit der man es eine Zeit lang in der großen Welt erträglich weit bringt.
Er war einige Wochen in einer geheimen Sendung von Madrid abweſend geweſen; und zu dieſem ſeinem erſten Lever nach ſeiner Rückkehr drängte ſich der ganze Adel und Ritterſchaft Spaniens.
Die Maſſe wich zurück, als mit bochmüthiger Haltung, in der Reife der Mannesjahre, der Marquis von Siete Igleſias vorſchritt. Er verſchmähte alles Auszeichnende der Kleidung, wodurch der Eindruck ſei⸗ nes ausnehmend überraſchenden Aeußern hätte gehoben werden können. Sein Mantel und Unterkleid von ſchwarzem Tuch und vom einfachſten Schnitt waren nicht mit Juwelen verziert, welche damals die gewöhn⸗


