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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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Heuchlers; und es war ein Gegenſtand des Erſtaunens für die berechnenden Leute um ihn her, als ſie den Don Martin Fonſeca ſahen im Vorzimmer des Ro⸗ drigo Calderon, Grafen Oliva, Marquis von Siete Igleſias, Seeretärs des Königs und Paraſiten und Günſtlings des Infanten von Spanien.

Warum kommt Ihr überhaupt hieher? wieder⸗ holte der junge Soldat.

Sennor, erwiederte Don Felir de Caſtro mit vieler Gravität,wir haben Geſchäfte mit Don Ro⸗ drigs. Männer von unſerem Stand müſſen ſich den Staatsangelegenheiten wiomen, ohne Rückſicht darauf, mit Wem wir zu verhandeln haben.

Das heißt, Ihr müßt auf den Knieen kriechen, und um Penſionen und Gouverneursſtellen betteln, und die Staatsangelegenheiten beſorgen, indem Ihr Eure Hände in ſeine Geldkiſten ſteckt.

Sennor! grollte Don Felir zürnend, indem ſeine Hand mit der Degenkuppel ſpielte.

Bſcht! ſagte der junge Mann verächtlich, und drehte ſich auf der Ferſe um.

Die Flügelthüren wurden aufgeriſſen und allé Geſpräche verſtummten bei dem Eintritt des Don Ro⸗ drigo Calderon.

Dieſer merkwürdige Mann hatte ſich von dem Poſten eines Geheimſchreibers des Herzogs von Lerma zu dem nominellen Rang eines Seeretärs des Königs und zu der wirklichen Gewalt eines Beherrſchers von Spanien aufgeſchwungen. Die Geburt dieſes