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ſie, das farbloſe Antliz erhebend, mit ernſter, feier⸗ licher Ruhe an—„Gertrud, laß uns jjezt gleich unſern Bund ſchließen; wenn das Schikſal uns trennen ſoll, ſo ſchneide es auch das lezte, innigſte Band der Vereinigung entzwei; fühlen wir wenig⸗ ſtens daß wir einander auf Erden Alles in Allem geweſen; trozen wir dem Tod, ſelbſt währen der uns anſtiert. Sei die Meinige morgen— heut.— O Gott! ſei die Meine!“
Selbſt über die bleichen Züge, unter deren Farben die Lampe des Lebens ſo ſchwach flakerte, ſtreifte einen Moment lang eine hohe, ſtralende Röthe, die ſchönen Trümmer mit jungfräulicher Glut und leidenſchaftlicher Hoſſnung erleuchtend, und ſtarb dann raſch hinweg.
„Nein Albert,“ ſprach ſie mit einem Seufzer, „nein! ſo ſoll es nicht ſein; denn leichter wird Dich der Schlag treffen, wenn wir noch nicht gänzlich vereint ſind, und was mich ſelbſt betrift, ſo iſt mirs Selbſtſüchtlingin zu Muth als würd ich, wenn ich alſo von Dir ſcheide, eine zärtere Erinnerung in Deinem Herzen zurüklaſſen,— eine zärtere aber nicht ſo traurige. Auch möcht' ich Dich nicht als ein Witwer an mein Andenken gebunden wiſſen; möchte nicht daß dieſes wie ein Mehlthau an Deinen ſchönen Ausſichten für die Zukunſt haftete! Denke meiner eher als eines Traumes, als eines Etwas das nie ganz in Deinen Beſiz kam und daher keine andere Treue als freundliche, verzeihende Gedanken


