Der Herr verbannte, ließ er einen Flek, Im Herzen—(dich, du heilig Ideal In unſrer Lebenswüſte—) unbewacht Von jenen Scharen mit dem Flammenſchwerte: Des Paradieſes Nachklang auf der Erde! Xl. Du meines Buſens Seraph, holder Tröſter, Apoſtel der mir heilige Gedanken Und einen Himmel bringt: zu irren Iſt unſer Loos, der Irrthum aber mag Verziehen wecden, wenn er edel iſt; Doch Eine niedrige Begier verſcheucht Den Engel aus der Stätte die er hütet. Drum nahr' ich deinen Altar mit der Flamme, Die nur in prieſterlicher, reiner Tracht Gewartet werden darf und ſeh mit heitrem, Geheiligtem Gemüth die helle Lohe Der Dünſte Qualm von jedem Ort verdrängen. Der Schönheit bring ich meinen Opferdienſt, Sei ſie auf Erden, ſeis im Menſchenherzen, Und ſuche in dem Schattenthal die Blumen, Von denen ich die holde Kunſt erlerne, Den Weihrauch ſtiller Andacht auszuſtreuen, So hab ich Tugend als ein ſichtbares, Fühlbares Gottbild mir geſtaltet, und Mit Liebe— wie einſt unſre Bruſt der Herr Erfüllen wird— die Quellen all erfüllt, Woraus das Weltall in das Leben ſtrömt. Sieh! weil ich ſchreibe rauſcht vor meinem Fenſter Der wilde Wald, des Nachtwinds freudge Luſt, Und auf dem Bach der an die grünen Ufer Mit Geiſtertönen klagt, ſteht Stern an Stern⸗ Geheiliget von deiner Gegenwart.
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