Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1834)
Entstehung
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Wie Mondenlicht der Fluthen Sturm beherrſcht, Beherrſchteſt wilder Sänger du die Bruſt,

Und machteſt uns zu deinen Bundsgenoſſen. Und als dein pilgernd Herz zur Ruhe kam Schien die Natur im ewgen Lauf zu ſtoken: Betäubt, erſchroten ſtanden wir; dein Leben; War von uns ſelbſt ein Theil, ein Sein geworden!

Und Wer kann ſagen, welche Labe dennoch Die ſtille Nacht der tiefverborgnen Seele

Dir bot als du an Rheines Wogen ſtandſt, In Neros Thurm der Winde Klagen horchteſt, Ben Mond auf des Ilyſſus ſchmales Bett Sein träumend Licht als Jüngling werfen ſahſt? Des Ideales Opfer und ſein Prieſter!

Kein Anderer wird deine Freuden meſſen,

In deinen Schmerz kein Andrer niederſteigen. Zerſchmettert iſt die Harfe, fort der Geiſt, und aus der Luft ſchwand eine Himmelshälfte!

Doch ewig wird Venedigs rauſchend Meer

Zu Taſſos Sang dein wildes Lied geſellen;

Dein Schatten wird Ravennas Flur durchwandern, Bis ſelbſt das Laub von Andacht ſcheint bewegt. Und wenn die Zukunft, neidiſch auf die Vorwelt, Einſt des Argeiers ehrnen Schlaf zerbricht,

Wird feiervoll dein Name in dem Mund

Der Albaneſer⸗Jünglinge erklingen,

Dein Bild den Traum der Mädchen Joniens Durchwandeln, und,der Oreadenhügel,

Der Liebe Inſel und der alteQuell

Der Töne deinem Lied zur Heimat werden,

und grau ein früher nicht genannter Ort

Die wilde Hede Miſſolonghis zeichnen,