Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1834)
Entstehung
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Himmel Ein Gebet erhoͤrt Verachtung und Ab⸗ ſcheu gegen mich einfloͤßen werden!

Um der himmliſchen Barmherzigkeit willen, re⸗ den Sie nicht ſo! ſagte Lucie, in verwirrter Beſtuͤr⸗ zung die finſtern arbeitenden Züge ihres Geliebten anſtarrend,Verachtung, Abſcheu gegen Sie! un⸗ moͤglich! wie koͤnnte dieß ſeyn bei der Erinnerung an die letzte Nacht!

Ja, an letzte Nacht, ſagte Clifford, ganz durch die Zähne ſprechend, dieſe Erinnerung hat viel, was lang in uns beiden fortleben wird; aber Sie, Sie, holder Engel!(und alle Härte und Jronie verſchwand auf Einmal aus Ton und Miene und wich einer zaͤrtlichen, tiefen Traurig⸗ keit, vermiſcht mit einer an Verehrung graͤnzen⸗ den Hochachtung)Sie konnten nie von mehr als von Mitleid gegen einen Menſchen wie ich, traͤu⸗ men Sie haͤtten nie von Ihrer erhabnen und glaͤnzenden Reinheit herabſteigen ſollen, um gegen mich Eine ſolche Empfindung zu hegen, wie dieje⸗ nige, welche in meinem Herzen fuͤr Sie lodert Sie, ja, ziehen Sie Ihre Hand weg, ich bin nicht werth ſie zu beruͤhren! Er druͤckte ſeine Haͤnde vors Geſicht und verſtummte plotzlich; aber ſeine innre Bewegung war uͤbelverhehlt und Lucie ſah die kraͤftige Geſtalt vor ihr von Leidenſchaften er⸗ griffen und geſchuͤttelt, die nur um ſo gewaltiger und berzzerreiſſender waren, weil ſie nur wenige