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vermag, ſondern weil Romane das beſte ſind, was man irgend ſchreiben kann.
Wir leben in einer für die Literatur verhäng⸗ nißvollen, drohenden Zeit. In Büchern, wie in an⸗ dern Manufakturen, ſcheint das große Ziel: Abkür⸗ zung der Arbeit, zu ſeyn. Das leichteſte Werk iſt das angenehmſte. Die Lente wollen ihren Zeitauf⸗ wand immer durch einen augenblicklichen Ertrag von Kenntniſſen vergütet ſehen; und der geſunde und ſchöne Gewinn, der langſam kommt aber nach⸗ baltig bleibt, heißt ihnen in der Literatur abge⸗ ſchmackt, und in der Politik eine unnütze Träumerei. Dieſer unruhige und doch faule Hang der Gemü⸗ ther, der jetzt ſo allgemein iſt, hat eine ausländiſche, bunt⸗ſcheckige Art von Literatur, die früher in un⸗ ſerem Lande wenig gekaunt und beliebt war, auf die Bahn gebracht. Beiſeite legt man die tiefen Forſchungen undwirft ſich auf populäre Darſtellungen; wir verlaſſen unſern alten Weg durch fleißig gearbeitete Geſchichtswerke, um uns in die Fluth unterhalten⸗ der Memviren zu werfen. Wenn in dieſem Punkte, unſrem nächſten Hauptzweck in der Literatur, irgend eine Claſſe von Schriften es allen andern in Popu⸗ larität und Achtung zuvorgethan hat, ſo iſt es der Roman. Die Leſer ſuchen jezt in erdichteten Er⸗ zählungen nach Thatſachen; wie Voltaire mit ſeiner witzigen Filoſofie unter Thatſachen nach Erdicht⸗ ungen ſich umſah. Ich ſage nicht: der Roman habe durch ein wachſendes Verdienſt ſeinen wach⸗


