Teil eines Werkes 
12.-17. Bändchen (1853)
Entstehung
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Demokratie, und führten ihn zu der Entwicklung der edleren und reineren Theile ſeines Weſens, wie auch zur allmäligen Unterdrückung der ſtürmiſcheren und ſtreitluſtigeren. Der Einfluß des glücklichen Lichts, unter welchem ſein Genius ſo ſtill und ruhig ſich entfaltete, machte ſich eher in der zar⸗ ten Harmonie der Farben als in der prächtigen Abwechs⸗ lung ihrer Glut bemerklich. Seine Beobachtung, die vor⸗ zugsweiſe Gegenſtänden von friedlicher Schönheit galt und ſich nicht durch rohe Sorgen und heftige Leidenſchaften ſtö⸗ ren ließ, gab ſeinen ſchöpferiſchen Kräften blos zur Belebung verwandter Bilder Anlaß, ſo daß der ganze Menſch nicht nur ein Dichter, ſondern ſozuſagen auch ein Gedicht war— eine lebende Idylle, welche jedem Rohr, das an dem Strom des Lebens ſeufzte und zitterte, einen Hirtengeſang entlockte. Und Helen paßte ſo trefflich zu einer ſolchen Natur und wußte ſo treu das ideale Daſeyn zu bewahren, das ihre Lebensluft iſt! Alle die kleinen Sorgen und Mühen des gewöhnlichen praktiſchen Lebens hat ſie in aller Stille ſich zugeeignet als die ſtärkere in den nothwendigen Haushaltungstugenden der Klugheit und Vorſorge, wie es ſtets bei der Gattin eines Dichters der Fall ſeyn ſollte. Wenn alſo des Mannes Ge⸗ nius die Heimath zu einem Tempel machte, ſo verlieh die Weisheit der Frau dieſem Tempel die Sicherheit einer Feſtung.

Sie haben nur ein Kind— ein Mädchen, Nora mit Namen. Sie hat des Vaters ſeelenvolle Augen und das warme menſchenfreundliche Lächeln der Mutter. Morgens hilft ſie Helen in ihren ſtillen häuslichen Obliegenheiten und ſitzt Abends zu Leonards Füßen, während dieſer liest oder

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