ngen litik tkten ſpiel vöh⸗ ver⸗ ihre den, öße⸗ eſer, weit hut.
ein rken äß⸗ eln, me⸗ hin⸗ nnt, hlen Wie uns
die ſinn als
ung
ſch⸗
1465
lichen Leben zu berühren, deren leidenſchaftliches Wirken in unſerem höflichen und civiliſirten Zeitalter ſelten ohne Maske vor unſer Auge tritt— ich meine den Haß.
In den guten alten Tagen unſerer Vorväter, als noch einfache Sprache und derbe Hiebe in der Mode waren, der Mann ſein Herz auf der Zunge trug und vier Fuß ſcharfen Eiſens an ſeiner Seite klirrten, ſpielte der Haß eine ehrliche und offene Rolle auf dem Welttheater. Ja, wenn wir die Geſchichte leſen, ſo ſcheint er ſich ſogar breit gemacht zu haben auf der Bühne. Aber wo iſt jetzt der Haß?— Wo konnen wir ihm ins Geſicht ſehen? Iſt er in dieſem lächelnden, gutmüthigen Weſen, das dir im Vorbeigehen ſo herzlich die Hand drückt— oder in jener würdevollen, ſtattlichen Geſtalt, die dich ſeinen„ſehr ehrenwerthen Freund“ nennt? Erkennſt du ihn in dieſem ſich verbeugenden, dankbaren, gehorſamen Diener, oder in jener ſanftäugigen Amaryllis? Frage nicht — gib dein Rathen auf; du wirſt den Haß erſt kennen lernen, wenn das Gift ſchon in deinem Becher iſt oder der Dolch in deiner Bruſt ſteckt. In alten Zeiten hat phan⸗ taſtiſcher Humor den„Todtentanz“ gemalt; in unſerem fei⸗ nen Jahrhundert ſollte uns irgend ein Satyriker„den Mas⸗ kenball des Haſſes“ vorführen.
Die entgegengeſetzte Leidenſchaft verräth ſich freilich dem Auge faſt auf den erſten Blick; denn die Liebe iſt ſelten eine Heuchlerin. Der Haß aber— wie entdecken wir dieſen und ſchützen uns gegen ihn? Er lauert, wo du ihn am wenigſten vermutheſt, wird durch Urſachen hervorgerufen, von denen du es am wenigſten erwarten würdeſt, und die


