Teil eines Werkes 
12.-17. Bändchen (1853)
Entstehung
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hung, wie unſer Freund Randal Leslie, ſeine Handlungen auf den Grundſatz baut, daßSchurkerei die beſte Politik ſey, ſo fällt uns nothwendig auf, daß er in vielen Punkten etwas mit dem Wahnſinnigen gemein habe zum Beiſpiel die Verſchmitztheit, die reizbare Unruhe und den argwöh⸗ niſchen Glauben, die ganze übrige Welt ſey gegen ihn ver⸗ ſchworen, weshalb er all ſeinen Witz aufbieten müſſe, ihre Anſchläge gegen ihn zu vereiteln und dieſelben ſo zu wenden, daß ſie zu ſeinem eigenen Vortheil und zu ſeiner Vergröße⸗ rung beitragen müſſen. Vielleicht denken einige meiner Leſer, in meiner Schilderung Randals ſeyen die Entwürfe zu weit hergeholt und ſeine Spekulationen zu fein und gedehnt. Und doch iſt dies gemeiniglich der Fall, wenn einmal ein ſehr ausgebildeter Verſtand darauf eingeht, den Schurken zu ſpielen. Es hilft dazu, vor dem eigenen Blick die Häß⸗ lichkeit des Ehrgeizes, dem man ſich hingibt, zu bemänteln, wie ja auch mancher Philoſoph in dem Scharfſinn eines me⸗ taphyſiſchen Proceſſes ſchwelgt, welcher zuletzt auf das hin⸗ ausläuft, was man im gemeinen LebenAtheismus nennt, obſchon er ſich höchlich darüber entſetzen und gekränkt fühlen würde, wenn man ihn einen Atheiſten nennen wollte. Wie ich ſchon früher geſagt oder angedeutet habe: es wird uns einfältigen Leuten ſchwer, uns die Wonne vorzuſtellen, die ein ſchlaues Gehirn empfindet, wenn es ſeinen Scharfſinn kann ſpielen laſſen.

Nachdem ich ſo viel über dasNatürliche in Randals Charakter vorausgeſchickt habe, muß ich eine Abſchweifung machen, um mit einigen Worten jene Triebfeder im menſch⸗

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