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für immer von dieſen Mängeln zu heilen. Ich kann alſo durch einen Federzug das Geld beiſchaffen— wie?“
„Mit dem Caſino⸗Gut.“*
Frank fuhr zurück.
„Auf keine andere Weiſe?“
„Natürlich, nein. Aber ich kenne Eure Bedenklich⸗ keiten; laßt mich ſehen, ob ſie nicht zu beſchwichtigen ſind. Ihr beabſichtigt, Madame di Negra zu heirathen— ſie wird an ihrem Vermählungstag eine Mitgift von zwanzig⸗ tauſend Pfund erhalten. Warum es nicht ſo einrichten, daß von ihrer Morgengabe auf einmal die Schuld bezahlt wird, mit welcher Ihr das Caſino belaſtet? In ſolcher Weiſe hat die Verſchreibung nur für einige Wochen Geltung und bleibt ſo lange in meinen Pult eingeſchloſſen. Euer Vater kann keine Kunde davon erhalten, und es findet keine Verletzung ſeiner Gefühle ſtatt. Kömmt nun vollends die Heirath, ſo ſeyd Ihr ein freier Mann und ſchuldet keinem Menſchen mehr einen Schilling, vorausgeſetzt, daß Ihr Euch in der Zwiſchenzeit klug benehmt.“
Jetzt fuhr der Graf plötzlich auf.
„Mr. Hazeldean, ich bat Euch zu bleiben und uns mit Eurem Rathe beizuſtehen; aber ich ſehe jetzt, daß da kein Rath helfen kann. Der Schlag, welcher unſer Haus trifft, iſt nicht abzuwehren! Ich danke Euch, Sir“— ich danke Euch. Lebt wohl! Levy, kommt mit mir zu meiner armen Schweſter und bereitet ſie vor auf das Schlimmſte.“
„Graf,“ ſagte Frank,„hört mich an. Meine Bekannt⸗ ſchaft mit Euch iſt nur kurz, aber Eure Schweſter kenne
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