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„Was iſt die Summe?“ flüſterte Frank ängſtlich, damit der arme Graf ihn nicht höre.
Und in der That ſchien Peschiera zu betäubt und über⸗ wältigt zu ſeyn, um für etwas Geringeres als für einen Don⸗ nerſchlag ein Ohr zu haben.
„Wir könnten alle Verbindlichkeiten mit fünftauſend Pfund ausgleichen— ein wahres Nichts für Peschiera, der ungeheuer reich iſt. Entre nous, ich glaube nicht an ſeine Verſicherung, daß er kein baar Geld habe. Es iſt vielleicht möglich, aber—“
„Fünftauſend Pfund! Wie kann ich eine ſolche Summe aufnehmen!“
„Ihr, mein theurer Hazeldean? Was fällt Euch ein! Ihr könntet natürlich mit einem einzigen Federzug zweimal ſo viel erhalten und Eure eigenen Schulden drein gehen laſſen. Aber— eine ſolche Großmuth wegen einer bloſen Bekanntſchaft!“
„Madame di Negra— eine bloſe Bekanntſchaft? Das höchſte Ziel meines Ehrgeizes iſt, ſie als Gattin heim⸗ zuführen“
„Und dieſe Schulden ſchrecken Euch nicht?“
„Wenn der Mann liebt,“ entgegnete Frank einfach, „ſo hat er für nichts Anderes Sinn, als für die Bedrängniß, in welcher ſich der Abgott ſeines Herzens befindet. Und“ — fügte er nach einer Pauſe bei—„ob auch die Schulden Mängel ſind, ſo werde ich, wenn ſie ſich jetzt gütig gegen mich zeigt, die Kraft gewinnen, ſie und mich, uns Beide,
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