Teil eines Werkes 
6.-11. Bändchen (1853)
Entstehung
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und verehre ich ſchon lange. Baron Levy hat mich auf ein Mittel aufmerkſam gemacht, welches mir die Ehre und das Glück ſichert, dieſe vorübergehende, aber peinliche Verlegen⸗ heit zu beſeitigen. Ich kann das Geld vorſchießen.

Nein nein! rief Peschiera.Wie könnt Ihr glau⸗ ben, daß ich einem ſolchen Vorſchlag Gehör ſchenken werde! Eure Jugend und Herzensgüte leiten Euch irre und machen Euch blind. Unmöglich, Sir unmöglich! Selbſt wenn mein Stolz und mein Zartgefühl nicht im Wege ſtünde, ſo müßte doch der gute Ruf meiner Schweſter

Er würde allerdings nothleiden, unterbrach ihn Levy, wenn ſie ſich dieſer Verpflichtung gegen Jemand Anders unterziehen müßte, als gegen ihren Verlobten. Und wie ſehr ich Euch auch achte, Graf, ſo könnte ich doch nicht zugeben, daß mein Client Mr. Hazeldean den Vorſchuß gegen eine ge⸗ ringere Sicherheit leiſte, als die iſt, welche ihm durch das Vermögen geboten wird, das Madame di Negra anzu⸗ ſprechen hat.

Ha ſtehen die Sachen ſo? Ihr ſeyd ein Bewer⸗ ber um die Hand meiner Schweſter, Mr. Hazeldean?

Aber nicht in dieſem Augenblick ich verlange nicht, daß der Drang der Dankbarkeit mir ihre Hand zuführe, ant⸗ wortete der Gentleman Frank.

Dankbarkeit! Ihr kennt alſo ihr Herz nicht? Ihr wißt nicht Der Graf unterbrach ſich ſelbſt und fuhr nach einer Pauſe fort:Mr. Hazeldean, ich brauche Euch nicht zu ſagen, daß unſer Haus zu den erſten von Europa gehört. Mein Stolz hat mich früher zu dem Irrthum verleitet⸗ die

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