Teil eines Werkes 
6.-11. Bändchen (1853)
Entstehung
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wollte in der That edelmüthig mir einen Beiſtand aufdrän⸗ gen, deſſen ich nicht mehr benöthigt bin, ſeit Du hier biſt, mein Bruder.

Allerdings, entgegnete der Graf mit der ſtolzen Miene des grand seigneur;ich will hinuntergehen und Dein Haus von dieſer unverſchämten Canaille ſäubern. Allein ich meinte, Deine Angelegenheiten ſeyen in den Hän⸗ den des Baron Levy. Er ſollte hier ſeyn.

Ich erwarte ihn mit jedem Augenblick. Adieu, Mr. Hazeldean.

Beatrice bot ihrem jungen Verehrer die Hand mit einer Freimüthigkeit, die nicht ohne eine gewiſſe pathetiſche und herzliche Würde war. Die Anweſenheit des Grafen legte Frank einen Zwang auf, der ihn nicht weiter ſprechen ließ; er beugte ſich daher ſchweigend über die ſchöne Hand und entfernte ſich. Noch auf der Treppe wurde er von Peschiera eingeholt.

Mr. Hazeldean, ſagte der Letztere in gedämpftem Ton,wollt Ihr mit mir in das Beſuchzimmer treten?

Frank gehorchte. Der Mann, welcher das Verzeichniß der Hausgeräthſchaften aufnahm, war noch immer an ſeiner Arbeit; aber ein kurzes Flüſtern von Seite des Grafen reichte zu, ihn zu entfernen.

Mein theurer Sir, ſagte Peschiera,ich bin un⸗ bekannt mit Euren engliſchen Geſetzen und der Art, wie man hier zu Lande Verlegenheiten von ſo herabwürdigender Natur ausgleicht. Aber Ihr habt ſo augenſcheinlich Eure freundliche Theilnahme für die Bedrängniß meiner Schweſter