1438
Zeugniß ablegt von Englands Menſchenliebe, war ein Be⸗ richt von der fürſtlichen Wohlthätigkeit des öffentlichen Man⸗ nes aufgezeichnet. Für jene Parteizwecke, zu deren Er⸗ ringung der ſprichwörtliche Nerv des Krieges nöthig iſt, und für die Belohnung geleiſteter Dienſte, welche durch Privatfreigebigkeit gereicht werden kann, war die Hand Eger⸗ tons ſtets offen geweſen mit dem Herzen eines Königs. Man⸗ ches in Aufnahme gekommene Parlamentsmitglied verdankte in jenen Tagen, in welchen Talent nur durch die Beihülfe des Rangs und des Reichthums gehoben werden konnte, ſeine Laufbahn dem Sitz, welchen Audley Egertons frei⸗ gebige Subſeription ihm geſichert hatte, und mancher dunkle Handlanger der Literatur und der Preſſe konnte auf den Tag zurückſchauen, an welchem er durch die Dankbarkeit ſeines Gönners aus Kerkerhaft befreit worden war. Die Stadt, welche er vertrat, hatte er auf eigene Koſten verſchönert, und durch den Bezirk, in welchem ſeine verpfändeten und nur ſelten von ihm beſuchten Güter lagen, war ſein Geld wie ein Pactolus geſtrömt. Alles, was daſelbſt den öffent⸗ lichen Geiſt beleben oder ſeiner Civiliſation Aufſchwung ge⸗ ben konnte, erhob an die Großmuth des Staatsmannes Ver⸗ wandtſchaftsanſprüche, welche ſtets Beachtung fanden. Selbſt in ſeinem ſorglos großartigen Haushalt mit der Menge von Dienern und der edlen Gaſtlichkeit lag ein Anſtrich, würdig eines Vertreters jenes damals ſo geehrten Theils unſeres ächten Adels— der titelloſen Gentlemen mit Grundbeſitz. Das große Mitglied des Hauſes der Gemeinen hatte in der That„etwas aufzuweiſen“, für das Geld, das er gering⸗
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