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Fünftes Kapitel.
„Hip— hip— hurrah!“ Dies waren die Laute, die unſeren jungen Wanderer begrüßten, als er die Wirthshaus⸗ thüre erreichte— an ſich ein fröhlicher Klang, der aber einen traurigen Gegenſatz bildete zu den Gefühlen, welche das auf dem ſchmuckloſen Grabe ſchluchzende Kind in ſeiner Seele zurückgelaſſen hatte. Der Lärm kam aus dem Innern des Hauſes, und man hörte zugleich ein Trommeln auf den Tiſch, ein Stampfen mit den Füßen und Gläſergeklirr. Der Geruch qualmenden Tabaks kam Leonard entgegen. Er zögerte einen Augenblick an der Schwelle. Vor ihm auf Bänken unter der Buche und in der Laube ſaßen in Gruppen unterſchiedliche baumſtarke Geſtalten mit„Pfeifen in der freien Luft“. Die Wirthin, welche auf ihrem Weg nach dem Schenkverſchlag über die Flur kam, wurde des neuen Gaſtes unter der Thüre anſichtig und trat auf ihn zu. Leonard war noch immer unſchlüſſig. Wäre das Kind nicht geweſen, das ihm ſo lebhafte Theilnahme eingeflößt hatte, ſo würde er wohl weiter gegangen ſeyn.
„Ihr ſcheint ein volles Haus zu haben, Ma'am,“ ſagte er.„Könnt Ihr mir für die Nacht ein Unterkommen geben?“
„Oh, freilich, Sir,“ verſetzte die Wirthin hoflich. „Ihr könnt ein Schlafzimmer haben, aber ich weiß in der That nicht, wo ich Euch in der Zwiſchenzeit hinthun ſoll. Die zwei Stuben, der Schenkverſchlag und die Küche— Alles iſt gepfropft voll. In der Nachbarſchaft iſt großer


