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war eines von denen, welche man als Zwiſchenſtation zwi⸗ ſchen zwei großen Städten findet und die deshalb gemeinig⸗ lich„Halbweghäuſer“ genannt werden. Das Wirthshaus ſtand jedoch von der Straße zurück und hatte vorn einen eigenen, geſonderten Raſenplatz mit einer hohen Buche, an welcher das Schild hing, und einer ländlichen Laube, ſo daß die Kutſchen, welche dort anhalten wollten, von der Haupt⸗ ſtraße eine Abbeugung machen mußten. Zwiſchen unſerem Wanderer und dem Wirthshaus ſtand kahl und einſam auf dem Gemeindegrund eine Kirche. Unſere Altvorderen wür⸗ den dieſe Lage nicht gewählt haben. Das Gotteshaus war aus der neueren Zeit, in modern gothiſchem Styl gebaut und nahm ſich hübſch aus für ein Auge, das nicht an die Erfor⸗ derniſſe kirchlicher Architektur gewohnt war, obſchon das Bauweſen einem Kenner barbariſch genug vorkommen mochte. Jedenfalls hatte die Kirche ein kaltes, ſchmuckloſes, unein⸗ ladendes Ausſehen und ſchien mehr als eine Schauſtellung errichtet worden zu ſeyn, da ſie viel zu groß war für das kleine Dörfchen mit ſeinen zerſtreut ſtehenden Wohnungen; auch gebrach es ihr an allen den ehrwürdigen Anknüpfungs⸗ vunkten, die den Gotteshäuſern, in welchen viele aufein⸗ ander folgende Geſchlechter gekniet und angebetet haben, jene eigenthümliche, unausſprechliche Atmoſphäre der An⸗ dacht verleihen.
Leonard blieb ſtehen und betrachtete das Gebäude mit ſeinem ungeübten aber poetiſchen Auge. Der Eindruck auf ihn war kein angenehmer, und er machte ſich noch ſeine Ge⸗ danken darüber, als ein junges Mädchen langſam und mit


