Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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Der Triumph über ſeine Gäſte hatte ſein Herz viel

milder geſtimmt gegen ſeine Verwandten, obſchon er noch

immer einen ſchweren Aerger in ſich barg über Mrs. Fair, fields unzeitige Aufdringlichkeit und ſein Stolz ſich über Leo⸗ nards Keckheit empörte. Es wollte ihm nicht in den Kopf, daß ein Menſch, dem er Dienſte geleiſtet oder doch zu leiſten vermeint hatte, einen eigenen Willen haben oder auch nur einem Gedanken Raum geben könne, der mit ſeinem Macht⸗ wort im Widerſpruch ſtand. Auch begann er zu fühlen, daß zwiſchen ihm und Leonard Worte gefallen ſeyen, die keiner von beiden ſo leicht vergeſſen konnte und die einen vertrau⸗ teren Verkehr weniger angenehm machen mußten, als dies bisher der Fall geweſen war. Ihm, dem großen Richard Avenel, hatte man zugemuthet, Mrs. Fairfield, die Wä⸗ ſcherin, um Verzeihung zu bitten! Nein, an ihr und an Leonard war es, dies zu thun.Das muß der erſte Schritt ſeyn, ſagte Richard Avenel,und ich denke, ſie ſind in⸗ zwiſchen zur Beſinnung gekommen. In dieſer Erwartung ſchloß er die Thüre ſeines Zimmers auf, fand es aber leer. Der eben aufgegangene Mond ſandte ſeine Strahlen durch das Fenſter und erhellte jeden Winkel. Verwirrt und mit großen Augen ſah er ſich um die Vögel waren ausge⸗ flogen.Sind ſie denn durch das Schlüſſelloch entwiſcht? ſagte Mr. Avenel.Ha, ich ſehe das Fenſter iſt offen! Das Fenſter reichte bis auf den Boden hinunter, und Mr. Avenel hatte in ſeiner Aufregung vergeſſen, daß dieſer leichte Ausweg ſeine Haft ſehr unwirkſam machte. Sey's d'rum, ſagte er, ſich in ſeinen Lehnſtuhl wer⸗