Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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Gäſte klang ihm in den Ohren, verfing ſich in ſeinen Lungen und benahm ihm den Athem. Jane Fairfield warf ſich in die Bruſt. Ihre Thränen waren getrocknet.

„Ich bin nicht gekommen, um Dir Schande zu ma⸗ chen. Ich wollte nur meinen Knaben beſuchen und—“

„Ha!“ unterbrach ſie Richard.„Ihn beſuchen?“

Er wandte ſich an Leonard.

„Ihr habt alſo dieſem Weibe geſchrieben?“

„Nein, Sir.“

„Ihr lügt mich an.“

„Nein, er lügt nicht. Er iſt ſo gut, wie Ihr, und noch beſſer, Richard Avenel,“ rief Mrs. Fairfield.„Und ich dulde es nicht, daß man ihn in meiner Gegenwart be⸗ ſchimpft— nein, gewiß nicht. Und was Eure fünfzig Pfund anbelangt— da ſind fünfundvierzig davon, und ich will mir

die Finger bis auf's Bein abarbeiten, daß ich die anderen

fünf zurückzahlen kann. Fürchtet nicht, daß ich Euch weiter Schande machen werde, denn ich will Euer Angeſicht meiden für alle Zukunft. Ihr ſeyd ein ſchlechter, bösartiger Menſch — ja, das ſeyd Ihr.“

Die Stimme des armen Weibes klang ſo laut und ſchrill, daß jedes andere, vielleicht edlere Gefühl, welches in Richard Avenel hätte aufſteigen können, durch die Beſorgniß erſtickt wurde, der Lärm möchte von den Dienſtboten oder gar von den Gäſten gehört werden— eine dem Mann ſo natürliche Beſorgniß, obſchon Frauenzimmer ſelten damit ſympathiſiren, indem ſie dieſelbe im Gegentheil eher als

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