Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1853)
Entstehung
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von Leonard weg und warf ſich ſchnurſtracks auf Richarb Avenel, unter heftigem Schluchzen und lauten Ausrufungen blauen Frack, Moosroſe, weiße Weſte und Alles in ihrer Umarmung begrabend.

„O Bruder Dick— lieber, lieber Bruder Dick! Und ich habe es erlebt, Dich wieder zu ſehen!“

Dann kamen zwei Küſſe— und welche Küſſe! Man hätte ſie auf eine gute Viertelſtunde Wegs hören können. Bruder Dicks Lage war ſchrecklich. Und die Menge, die früher nur höflich gekichert hatte, konnte jetzt dem Eindruck dieſer Umarmung nicht mehr widerſtehen. Es fand eine all⸗ gemeine Entladung— ein wahres Gebrüll ſtatt. Dieſes Gelächter würde einen ſchwachen Mann das Leben gekoſtet haben; aber für das ſtarke Herz Richard Avenels klang es wie der Hohn eines Feindes, gegen welchen im Nu der ächte Geiſt des Angelſachſen die conventionellen Schranken ſprengte.

Er richtete plötzlich ſeinen ſchönen männlichen Kopf auf und betrachtete den Kreis ſeiner ungezogenen Gäſte mit einem ſtolzen Blick des Vorwurfs und der Ueberraſchung.

„Ladies und Gentlemen,“ ſagte er dann ſehr kalt,„ich ſehe hier nichts zum Lachen! Ein Bruder und eine Schweſter ſehen ſich wieder nach vieljähriger Trennung, und das arme Ding von Schweſter weint darüber vor Freude. Ich für meine Perſon finde es ſehr natürlich, daß ſie weint, aber nicht, daß ihr lacht.“

Im Nu war alles Gefühl der Scham von Richard Avenel gewichen und laſtete jetzt mit Centnerwucht auf den

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