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Sechszehutes Kapitel.
Zum Glück waren Mr. Richard Avenels Gedanken von dem déjeüné dansant ſo ſehr in Anſpruch genommen, daß nicht einmal der Brand ſeiner Heumiete die anmuthigen und poetiſchen Bilder zu verſcheuchen vermochte, die ſeine Einbildungskraft mit dieſer ländlichen Feſtlichkeit in Ver⸗ bindung brachte. Nicht einmal den Fragen, die er wegen des Keſſelflickers an Leonard ſtellte, gab er Nachdruck, und eben ſo wenig gewann er Zeit, die Gerechtigkeit gegen den Landſtreicher in Bewegung zu ſetzen. Ueberhaupt lag es ſchon in der Art Richard Avenels, ſich unter den geringeren Klaſſen Feinde zu machen, und obgleich er wegen Ver⸗ brennung ſeiner Heumiete Mr. Sprott ſtark im Verdacht hatte, ſo mußte er ſich doch geſtehen, daß er, wenn er aufge⸗ fordert würde, ſeinen Argwohn anzugeben, eben ſo gut noch fünfzig andere Perſonen hätts namhaft machen können. Wie ſollte auch ein Mann ſich durch Keſſelflicker und Heu⸗ mieten zerſtreuen laſſen, wenn all' ſein Thun und Sorgen einem déjeuné dansant gilt? Es war ein Grundſatz von Richard Avenel, ſich mit nichts Anderem zu befaſſen, bis er mit dem Einen fertig war, und deshalb verſchob er alles Uebrige, bis er einmal das déjeuns dansant hinter ſich hatte. Unter dieſes Uebrige gehörte auch der Brief, wel⸗ chen Leonard an den Pfarrer zu ſchreiben wünſchte.
„Wartet noch eine kleine Weile; wir wollen Beide ſchreiben, ſobald das déjeüné dansant vorüber iſt,“ tröſtete er in heiterer Laune ſeinen Neffen.


