Geheimniß meines Herzens verrathen; es war hier ge⸗ rade an dieſer Stelle, als Sie unſer Haus verlaſſen. Ich will Ihnen wiederholen, was ich geſagt.“
Das junge Mädchen ſchien alle ihre Kräfte zu ſammeln, um einem Manne zu ſagen, daß ſie ihn liebe, und um es ihm in klaren und leidenſchaftlichen Aus⸗ drücken zu ſagen.
Dann neigte ſich ihre keuſche Stirn, die in jener jungfräulichen Unſchuld erglänzte, welche Nichts fürchtet, weil ſie von Nichts weiß, über Tiburcio.
„Ich habe in Folge eines Mißverſtändniſſes zu Viel ausgeſtanden, als daß ich ferner ein ſolches nicht fürchten ſollte,“ ſprach ſie;„ich will Ihnen daher, wäh⸗ rend ich meine Hände in die Ihrigen lege, und meine Augen auf die Ihrigen hefte, wiederholen, was ich ge⸗ ſagt habe. Sie flohen mich, Tiburcio; ich wußte, daß Sie ferne waren,— ich glaubte, Gott allein höre mich, — und ich habe gerufen;„„Komm' zurück, Tiburcio! fomm' zurück! Dich allein liebe ich!““
Fabian ſchauerte vor Liebe und Wonne zuſammen, und kniete andächtig vor dem Mädchen nieder, wie er vor einer Madonna gethan haben würde, die von ihrem Piedeſtal herabgeſtiegen wäre.
In dieſem Augenblicke verſchwand die ganze Welt vor ſeinen Augen: Roſenholz, Vergangenheit, Zukunft, Alles verwiſchte ſich wie eine Viſion beim Erwachen.
Mit gebrochener Stimme rief er aus:
Dir gehöre ich auf immer, Dir gehört mein zu⸗ künftiges Leben!“
Roſarita ſtieß einen kleinen Schrei aus.
Fabian wandte ſich um, und war wie verſteinert.
Ruhig auf den Lauf ſeiner langen Büchſe geſtützt⸗ ſtand Roſenholz zwei Schritte hinter ihnen, und heftete Blicke voller Zärtlichkeit auf die Gruppe der zwei Liebenden.
Es war die Verwirklichung des Traums, den er auf der Inſel des Rio Gila gehabt.
„O mein Vater! rief Fabian ſchmerzerfüllt,„wirſt
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