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Wir werden in dem Herzen des Kanadiers bald beſſer leſen.
Die Sterne wieſen auf eilf Uhr. „Geh', mein Kind,“ ſagte Roſenholz zu Fabian, „Biſt Du in der Nähe des Ortes angekommen, wo Du Dich von einem Weſen getrennt, das Dich vielleicht liebte, dann leg die Hand auf's Herz; fühlſt Du es nicht ge⸗ ſchwinder ſchlagen, dann komm' zurück, denn dann haſt Du die Vergangenheit überwunden.“
„Ich komme zurück, Vater!“ antwortete Fabian in einem Tone melancholiſcher Standhaftigkeit;„die Er⸗ innerungen ſind für mich, wie der Hauch des Windes, der dahin ſtreicht, ohne ſtille zu ſtehen, und ohne eine Spur zurückzulaſſen.“
Er entfernte ſich mit langſamen Schritten. Eine friſche Briſe kühlte die heißen Ausdünſtungen der Erde ein wenig ab. Der glänzende Mond beleuchtete das Feld in dem Augenblicke, wo Fabian, nachdem er aus dem Walde getreten, auf dem unbebauten Felde ankam, das zwiſchen dem Saume des Waldes und der Hof⸗ mauer der Hacienda lag.
Bis dahin war er mit feſtem, obgleich langſamem Schritte fortgegangen; als er aber inmitten des ſilber⸗ nen Nachtdunſtes die weißen Mauern erblickte, wo ſich die noch offene Lücke in der Mitte zeigte, wurden ſeine Schritte langſamer. Es zitterten die Beine unter ihm. War ſeine demnächſtige Niederlage, die er befürchtete, denn eine innere Stimme rief ihm im Voraus zu, daß er beſiegt ſei, oder waren ſeine Erinnerungen daran Schuld, die in dieſem Augenblicke lebhafter und pein⸗
licher, wie eine Meereswoge anſchwollen?
Ees herrſchte eine tiefe Stille, und die Nacht war hell, obgleich dunſtig.
Plötzlich blieb Fabian ſtehen, und fuhr zuſammen, wie der Reiſende, der ſich verirrt hat, und plötzlich ein Geſpenſt vor ſich zu ſehen glaubt.
Eine ſchlanke und weiße Geſtalt ſchien ſich über
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