Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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des Waldes, welche die Wiederkehr der Kühle begrüß⸗ ten.

Die beiden Schläfer wachten auf.

Nach einem kurzen kräftigen Mahle, wozu Gayfe⸗ ros alles Nöthige von der Hacienda del Venado ge⸗ bracht hatte, erwarteten die Reiſenden ruhig und mit

geſammeltem Geiſte die Stunde der Prüfung.

Es verfloſſen mehrere Stunden, bevor der azurne Himmel über der Lichtung ſich verdüſterte.

Allmählig trat die Natur wieder in die Periode der nächtlichen Stille ein; es funkelten Tauſende von Sternen am Firmamente, wie ebenſo viele Funken, welche die Sonne nach Vollendung ihres Laufes aus⸗ geſtreut, und dann verſilberte der Mond, wie an jenem Abende, wo Fabian verwundet zum Feuer des Kanadiers hinkam, den Gipfel der Bäume und das Moos der Lichtungen.

Zünden wir ein Feuer an? fragte Pepe.

Gewiß. Was auch geſchehen mag, wir bringen die Nacht hier zu, antwortete Roſenholz.Iſt das nicht auch Deine Meinung, Fabian?

Es liegt mir wenig daran, ob wir hier, oder dort unten ſind, antwortete der Jüngling.Sind wir nicht immer beiſammen?

Fabian hatte ſchon ſeit langer Zeit eingeſehen, wie von uns geſagt worden, daß der Kanadier, ſelbſt mit ihm, nicht im Schooße der Städte leben könnte, ohne die Freiheit und die Luft der Wüſte ſtets zu ver⸗ miſſen. Er wußte auch, daß Roſenholz ohne ihn gar nicht würde leben können, und wollte in ſeiner edelmü⸗ thigen Weiſe ſich ſelbſt zum Opfer bringen, um dem alten Jäger ſeine letzten Tage zu verſüßen.

Roſenholz hatte die ganze Größe des Opfers, das der Jüngling brachte, eingeſehen, und war die Thräne, die er am Morgen deſſelben Tages verborgen hatte, nicht eine Thräne des Dankes?