Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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hingeritten, und hatte wieder den nach dem Preſidio führenden Weg eingeſchlagen.

Er war ſchon lange fortgeritten, und nur auf we⸗ nige Reiſende geſtoßen zeigte ſich zufällig ein Reiter in der Ferne, ſo wechſelte der Gambuſino in dem Augen⸗ blicke, wo er an demſelben vorbeikam, mit ungeduldiger Miene einen Gruß. Es war offenbar nicht der Mann, den er ſuchte.

So verſtrich der Tag, und erſt als es ſchon ziem⸗ lich ſpät war, ſtieß Gayferos einen Freudenſchrei aus.

Er hatte drei Reiſende erblickt, die herangetrabt kamen.

Die Reiſenden waren Niemand anders, als der Kanadier, Pepe und Fabian de Mediana.

Der Rieſe ſaß auf einem jener ſtarken Mauleſel, die größer und ſtärker ſind, als das größte Pferd; und doch ſchien dieſes Thier für den rieſigen Reiter kaum groß genug zu ſein.

Fabian und Pepe ritten die zwei trefflichen Roſſe, die ſie den Indianern abgenommen hatten.

Der Jüngling hatte ſich gar ſehr verändert ſeit dem Tage, wo erzumerſten Male die Hacienda del Venado betrat.

Unerbittliche Erinnerungen hatten die Wangen Fa⸗ bians abgemagert, und unter ſeiner Stirne, die von einigen frühzeitigen Runzeln durchfurcht war, ſchienen ſich ſeine Augen größer und feuriger zu öffnen. Das Feuer, das ſie belebte, war nicht mehr das der Jugend, das ſich an der Hitze des Blutes entzündet; es war ein düſteres Feuer, ähnlich dem, welches, vom Herde ver⸗ zehrenher Leidenſchaften ausgehend, in den Augenſternen ſich ausdrückt.

Gewiß aber mußten die Bläſſe, die Magerkeit, und der krankhafte Glanz ſeines Blickes den jungen Graßen von Mediana in den Augen einer Frau intereſſanter und ſchöner erſcheinen laſſen.

Mußte dieſes Geſicht, deſſen Linien die Sonne und

Der Waldläufer. 1v.