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Bei dieſer plötzlichen Erklärung, die er ſo wenig vorausgeſehen, war Don Aguſtin vor Staunen ganz außer ſich. Den Aerger, den ſie in ihm geweckt, mit Mühe bemeiſternd, rief er lebhaft: „Wie! hatteſt Du ſeit einem Monate nicht ſelbſt Deine Zuſtimmung zu dieſer Heirath gegeben? hatt Du zur Vollziehung derſelben nicht die Zeit beſtimmt,
wo wir in Erfahrung bringen würden, ob Don Eſte⸗
van eet oder nicht? Er iſt todt, was willſt Du nun?“ „Es iſt wahr, ich hatte dieſen Termin feſtgeſetzt.“ „Und nun?“ „Damals wußte ich noch nicht, daß er noch am Leben iſt.“ „Don Antonio de Mediana?“ „Nein, Don Fabian de Mediana,“ antwortete Ro⸗
ſarita leiſe.
„Don Fabian? Wer iſt denn dieſer Fabian„von dem Du mir da ſprichſt?“
„Der Jüngling, den Sie und ich. Tiburcio Arellanos nennen.“
Don Aguſtin war vor Erſtaunen ganz ſtumm.
Seine Tochter benützte ſein Schweigen.
„Als ich in dieſe Heirath willigte,“ ſagte ſie, „glaubte ich, daß Don Fabian auf immer für uns ver⸗ loren ſei; ich wußte nicht, daß er mich noch liebte, und doch„ beurtheilen Sie darnach, ob ich Sie liebe, mein Vater urtheilen Sie, welch' peinliches Opfer ſich meine zärtliche Liebe zu Ihnen zumuthete wußte ich wohl„
Während das arme Mädchen dieſe Worte ſprach, näherte ſie ſich ihrem Vater, das Auge mit all dem Zauber ihres ſanften, durch die Thränen verſchleierten Blicks bewaffnet. Dann lehnte ſie ſich an ſeine Schul⸗ ter und murmelte ganz leiſe, während ſie hinter dem väterlichen Kopfe ihre Wangen verbarg, welche die Farbe der halb offenen Granate hatten:


