Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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bisweilen in ihren Thränen liegt, und er verſtand von einem Glücke Nichts, das ſeiner Tochter Schluchzer entriß.

Er fragte ſie abermals; allein ſie begnügte ſich, ihm mit lachendem Munde und noch feuchten Augen

zu antworten:

Morgen werde ich Ihnen Alles ſagen, mein Vater!

Der ehrliche Hacendero bedurfte in der That einer Erklärung, denn von dieſem ganzen Myſterium verſtand er auch nicht e in Wort.

Wir haben noch eine Pflicht zu erfüllen, hob er wieder an;der letzte Wunſch, den Don Antonio gegen mich ausſprach, als er ſich von mir trennte, war, daß Du Dich mit dem Senator Tragaduros verheirathen möchteſt. Wir thun nur den Willen des Todten, wenn wir dieſe Heirath nicht länger hinausſchieben. Kennſt Du ein Hinderniß, das ſich derſelben entgegenſtellte, Ro⸗ ſarita?

Das junge Mädchen fuhr bei dieſen Worten zuſam⸗ men, die ſie an eine verhängnißvolle Verlobung erinner⸗ ten, welche ſie aus ihrem Gedächtniſſe zu verbannen ge⸗ ſucht hatte. Ihr Buſen erhob ſich von Neuem und ihre Thränen fingen wieder an zu fließen.

Gut! ſagte der Hacendero lächelnd zu ihr;es iſt abermals die Freude, die Dich ſo weinen macht, nicht wahr?

Die Freude! wiederholte Roſarita in kläglichem Tone.Ach nein! nein! mein Vater!

Don Aguſtin wußte nun weniger, denn je, was er von der ganzen Sache halten ſollte; denn ſein ganzes Leben hindurch hatte er es ſich mehr angelegen ſein laſ⸗ ſen, die Liſten der Indianer, denen er ſein Gut lange

hatte ſtreitig machen müſſen, zu errathen, als das Herz

der Weiber zu ergründen. O mein Vater! rief Roſarita,dieſe Heirath wäre nun das Todesurtheil Ihres armen Kindes.

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