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Die Lage Tiburcio's hatte mit der des jungen Unbekannten ſo viel Aehnlichkeit, daß Roſarita an der Identität derſelben gar nicht zweifelte, und das arme Mädchen bot alle ihre Kraft auf, um, wenn ſie den Namen des Jünglings ausſprechen hören ſollte, keinen Schrei der Freude und der Liebe ausſtoßen zu müſſen.
„Was den Jüngling betrifft,“ hob der Gambuſino wieder an,„ſo hieß er„. Fabian.“
Bei dieſem Namen, der das junge Mädchen an Nichts gemahnte, und ſo ihre ſüßen Illuſionen zerſtörte, fuhr ſie ſchmerzerfüllt mit der Hand nach dem Herzen hin: ihre Lippen erblaßten; die Farben, welche die Hoffnung auf ihren Wangen wieder hervorgerufen hatte, verſchwanden, wie die roſigen Wolken, wenn die Sonne hinuntergegangen iſt.
Dann konnte ſie nur noch maſchinenmäßig nach⸗ ſagen:
„Fabian 1
Allein für ſie war Fabian nicht Tiburcio: Fabian war für ſie nur ein Unbekannter.
In dieſem Augenblicke wurde die Erzählung des Gambuſino durch die Ankunft des Dieners unterbrochen. Der Kaplan ließ den Hacendero bitten, ſich wegen einer Sache, worüber er mit ihm zu reden hätte, einen Au⸗ genblick zu ihm zu bemühen.
Don Aguſtin verließ den Saal mit den Worten, daß er in einem Augenblick zurückkommen würde.
Der Gambuſino und das junge Mädchen blieben allein. Er betrachtete einige Augenblicke die beſtürzte und unter ihrem ſeidenen Schleier zitternde Roſarita ſchweigend, und mit einer Freude, die er nur mit Mühe verbarg. Ein geheimes Gefühl ſagte dem armen Kinde, vaß Gayferos mit ſeiner Erzählung noch nicht ganz zu Ende wäre.
Und in der That ſagte der Gambufino mit ſanfter Stimme zu ihr:
„Fabian führte einen andern Namen, Madame;


