Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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Sagen Sie lieber, daß wir hier an einem ver⸗ wünſchten Orte ſeien, entgegnete ich, und erzählte dann dem Jüngling meinen Traum.

Vielleicht iſt es ein prophetiſcher Traum,ſprach er ernſt.Ich erinnere mich, einſt einen ähnlichen Traum gehabt zu haben, als

Der Jüngling ſchwieg hier plötzlich. Er hatte ſich ganz auf den Felſen hinausgewagt, der das Thal beherrſchte.

Ich that maſchinenmäßig ein Gleiches. Ein und verſelbe Gegenſtand hatte zu gleicher Zeit unſere Augen überraſcht.

Einer der Geiſter der Finſterniß, welche dieſe Orte bewohnen müſſen, ſchien plötzlich eine ſichtbare Geſtalt angenommen zu haben. Es war eine Art Ge⸗

penſt mit einem Wolfskopfe und einer Wolfshaut.

Das Geſpenſt aber hielt ſich, gleich einem menſchlichen Geſchöpfe, gerade auf den Beinen. Ich machte das Zeichen des Kreuzes, und ſprach ein Gebetlein; das Geſpenſt aber rührte ſich nicht⸗

Es iſt der Teufel, murmelte ich.

Es iſt ein Indianer,entgegnete der Jüng⸗ ling;ſchauen Sie, dort, in einiger Entfernung, find ſeine Gefährten.

Und in der That konnten unſere an die Finſterniß ſchon gewöhnten Augen etwa zwanzig Indtaner unter⸗ ſcheiden, die auf dem Boden herumlagen, und uns ge⸗ wiß nicht ſo nahe glaubten.

Ah! Madame, ſetzte der Gambuſino, zu Dona Roſario gewandt, hinzu,es war eine jener gefährlichen Gelegenheiten, nach denen es den armen Jüngling, der uns begleitete, ſo ſehr verlangte, und es würde Ihnen, wie mir, in der Seele wehe gethan haben, wenn Sie die traurige Freude geſehen hätten, die in ſeinen Augen glänzte; denn je mehr wir uns den Wohnungen der Menſchen näherten, um ſo mehr ſchien ſeine Melancholie zuzunehmen.