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ſonderbares Getöſe, das aus den Höhlungen der Felſen hervorzudringen ſchien, unterbrochen oder geſtört; bald glich es dem unterirdiſchen Getöſe eines donnernden Vulcans,— bald der Stimme eines fernen, brauſenden Waſſerfalls,— bald dem Geheul der Wölfe,— und bald wieder einem kläglichen Geächze.
„Von Zeit zu Zeit zerriſſen unheilverkündende Blitze den ewigen Nebelſchleier, der dieſe Berge bedeckt.
„Ein peinlicher Traum vermehrte noch die Unbe⸗ haglichkeit, die dieſes unerklärliche Geräuſch mir ver⸗ urſachte. Ich träumte, ich ſei noch auf der Inſel; das Geheul der Indianer zerreiße meine Ohren; das Knallen der Büchſen erſchüttere in noch ſchmerzlicherer Weiſe, als ſechs Monate zuvor, meine geſchwächten Nerven.
„Dieſer Traum bot eine ſo furchtbare Aehn⸗ lichkeit mit der Wirklichkeit dar, daß ich, obwohl ver⸗ gebens, mehrere Male den bleiernen Schlaf abzuſchütteln ſuchte, der zentnerſchwer auf mir laſtete.
„Endlich wachte ich auf. Ich öffnete die Augen. Alles war ruhig um uns her, das übernatürliche Ge⸗ toͤſe abgerechnet, das ſich überall hören ließ.
„Wir hatten uns auf einem Felſen gelagert, um vor einem Ueberfalle geſichert zu ſein. Ein Feuer hatten wir nicht anzünden können.
„Der Felſen aber, wo wir ausruhten, überragte, wie ein Tiſch ein ziemlich breites, offenes Thal, das etwa fünfzig Fuß unter uns lag. Die zwei älteren Jäger ſchliefen in einiger Entfernung; der jüngſte allein wachte. Es war die Reihe an ihm, zu wachen, und wie immer, hatte er erſt verlangen müſſen, daß man ihn ſeinen Dienſt thun laſſe, denn ſeine Gefährten ſchienen ihn nur ungern ſo an ihren Strapazen Theil nehmen zu laſſen.
„Haben Sie Nichts gehört? fragte ich den Jüng⸗ ling, der mit mir die Wache hatte.
„„Nichts Neues,““„ſagte er zu mir,“„das unter⸗ irdiſche Getöſe der Vulcane abgerechnet.““


