Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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„Nach einiger Zeit war ich ſo glücklich, dieſelben wirklich zu finden.

„Ich verfolgte dieſelben, als ich in der Ferne einen Haufen Apachen bemerkte, die Büffel verfolgten. Ich drehte mein Pferd ſo raſch wie möglich um; allein ein von allen Seiten her kommendes wildes Geheul be⸗ wies mir, daß man mich geſehen hatte.“

Der Fremde, in dem der Leſer wohl ſchon den ſcal⸗

pirten Gambuſino Gayferos wieder erkannt hat, hielt hier einen Augenblick inne, wie von entſetzlichen Erin⸗ nerungen gepeinigt. Dann fuhr er fort, und erzählte die Art und Weiſe, wie er von den Indianern gefangen worden,— ſeine Todesangſt, als er an die Qualen gedacht, welche ſie für ihn in Bereitſchaft gehalten,— den verzweifelten Kampf, den er bei einem, mit bloßen Füßen ausge⸗ führten Laufe gegen ſie beſtanden,— ſowie endlich die Schmerzen, den dieſer Lauf ihm verur⸗ acht.

„Von einem von Ihnen getroffen,“ ſagte er weiter, „und durch einen Schlag zu Boden geſtreckt, fühlte ich, wie die Schärfe eines Meſſers einen feurigen Kreis um meinen Kopf her beſchrieb. Dann hörte ich einen Schuß.

„Eine Kugel pfiff an meinen Ohren vorbei, und dann verlor ich die Beſinnung ganz und gar.

„Doch hatten neue Schüſſe die Wirkung, daß ich die Augen wieder öffnete, allein das Blut, das mein Geſicht bedeckte, ließ mich Nichts ſehen.

„Ich fuhr mit der Hand nach meinem zugleich brennenden und eiskalten Kopfe; mein Schädel war ganz bloß gelegt. Der Indianer hatte mir das Haar mit der Schädelhaut abgeriſſen.

„Und dieß iſt der Grund, Senor Caballero, weß⸗ halb ich jetzt Tag und Nacht dieſes Tuch auf dem Kopfe trage.“

Ein kalter Schweiß bedeckte während dieſer ganzen Erzählung das Geſicht des Gambufinv.