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Herzog von Armada: und dann geſellte ſich noch einige Ungeduld zu dieſer Unruhe. Die projectirte Heirath zwiſchen ſeiner Tochter und dem Senator war ein Werk Don Eſtevan's; Tragaduros aber drang auf die Voll⸗ ziehung der Heirath. Don Aguſtin theilte das ſeiner Tochter mit; aber ihre Thränen allein antworteten ihm, und ſo geſchah es, daß der Vater noch wartete.
Als indeſſen ſechs Monate verfloſſen waren, beſchloß Don Aguſtin Pena, der Sache ein Ende zu machen, und nach dem Preſidio Leute zu ſchicken, die dort nähere Nachrichten über die von dem ſpaniſchen Edelmann be⸗ fehligte Expedition einholen ſollten. Es war die letzte Friſt, welche die arme Roſarita ſich ausgebeten hatte.
Der Senator war auf einige Tage verreist, und der Hacendero war ſchon lange auf, als der Majordo⸗ mus ihn von der Ankunft eines Fremden benachrichtigte, der ſeinen Zweifeln ein Ende machen würde.
Sofort gab der Hacendero den Befehl, den Frem⸗ den in den nämlichen Saal einzuführen, den der Leſer bereits keunt; und Dona Roſario, die herbei gerufen wurde, fand ſich bald darauf bei ihrem Vater ein.
Einige Augenblicke darauf erſchien der Unbekannte.
Ein großer Filzhut, den er beim Hereintreten mit der Hand berührte, jedoch nicht abnahm, beſchattete ſein Geſicht, auf dem viele beſtandene Strapazen und Gefah⸗ ren zu leſen waren; unter der breiten herabfallenden Krämpe ſeines Hutes hing ein rothes, baumwollenes Tuch ſo weit über die Stirne herab, daß es ſeine Augenbrau⸗ nen ganz und gar verdeckte.
Der Fremde betrachtete die Tochter Don Aguſtin's und konnte ſich an derſelben faſt nicht ſatt ehen.


